Eingewöhnungssituationen im Kindergarten

Die Eingewöhnung in den Kindergarten ist ein sehr großer Schritt – für Kinder und Eltern

Dieser Schritt sollte ebenso ernst genommen werden, wie die Eingewöhnung in die Krippe. Es ändern sich die Umgebung, die Spielgefährten und deren Anzahl (von bislang maximal 12 auf 19 bis 20 Kinder in einer Gruppe) und die Betreuer – gleichzeitig erfolgen große Entwicklungsschritte bei den jetzt Dreijährigen. Dieses Alter ist für Kinder oft sehr gut für eine Transition, also Eingewöhnung, da ihr emotionales und soziales Bewusstsein wächst. Die Kinder sind nun sicherer im verbalen Ausdruck und pflegen daher schon einen intensiven Austausch – sie können teilweise benennen, was sie beschäftigt und wählen ihre Spielkameraden aus.

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Drei verschiedene Eingewöhnungssituationen

1. Kinderkrippe und Kindergarten in einem Haus

In diesem Fall besucht das Kind bereits eine Kinderkrippe in der gleichen Einrichtung und die Erzieherin steuert die Eingewöhnung. So findet der Erstkontakt zu der neuen Erziehein in der alten Kinderkrippe statt. Das bald dreijährige Kind besuchen zusammen mit seiner Gruppe oder nur mit seiner aktuellen Erzieherin die neue Kindergartengruppe, setzt sich im Morgenkreis dazu und bleibt manchmal sogar schon stundenweise. So lernt es langsam die neuen Spielkameraden und die anderen künftigen Bezugspersonen kennen.

Auch für die Eltern ist der Kindergarten eine Umgewöhnung. Darum findet das Abschlussgespräch der Krippe meist direkt, also am gleichen Tag, vor dem Erstgespräch im Kindergarten statt. So erleben die Eltern, dass sich die ErzieherInnen von Kinderkrippe und Kindergarten kennen und sich bezüglich des Kindes austauschen. Der Übergang ist so für Kinder und Eltern behutsam und fließend.

2. Von einer Krippe an einen neuen Kindergarten

Auch diese Kinder kennen bereits den üblichen Ablauf in einer Kindertagesstätte. Sie wissen, dass ihre Mama oder ihr Papa sie bringt und auch am Abend wieder abholen wird. Außerdem haben auch sie meist ein Grundvertrauen und Selbstbewußtsein entwickelt, das gefordert ist, wenn sie in einer neuen Umgebung mit neuen Pädagogen auf neue Spielkameraden treffen. Für sie ist die Eingewöhnung ein klein wenig länger und die Erzieherin bittet die Eltern bei der Eingewöhnung hinzu.

3. Erstbesuch einer Kita

Manche Kinder und Eltern erleben bei der Eigenwöhnung in den Kindergarten zum ersten Mal eine Trennung voneinerander für mehrere Stunden. Diese Kinder haben vorher keine Krippe besucht und erleben daher stärker mit Verlustängsten. Und auch für die Eltern ist diese Eingewöhnung neu und eine Herausforderung. Deshalb kommen die Eltern je nach Bedarf des Kindes etwa ein bis eineinhalb Wochen mit in die Einrichtung.