gute ErzieherInnen Muenchen

Daran erkennen Sie gute Erzieher/innen

Daran erkennen Sie gute Erzieher/innen

Die Entscheidung, sein Kind in fremde Hände zu geben, fällt niemandem leicht. Es erfordert großes Vertrauen und die emotionale Bereitschaft zur Trennung auf Seiten des Kindes und der Eltern. Welche Kita ist die Richtige? Um den Eltern die Entscheidung etwas zu erleichtern, haben wir bereits auf Anzeichen, die eine gute Kita ausmachen hingewiesen. Aber woran erkennen sie eine gute Erzieherin? Hier haben wir (die Wichtel Akademie) als privater Kita-Träger zehn Punkte zusammengefasst:

Das Vertrauen in die Kinderkrippe oder den Kindergarten entsteht auf mehreren Ebenen: Auf der theoretischen Ebene entscheiden die Erziehungsberechtigten nach den Aspekten, wie das pädagogische Konzept ausgerichtet ist, ob die Einrichtung modern eingerichtet ist, die Verhältnisse hygienisch sind und natürlich auch, ob die Verkehrsanbindung und der Preis zu ihnen passt. Ein fast ausschlaggebender Aspekt bei der Entscheidung, welche Kita ihr Kind zukünftig besuchen wird, ist die Emotion: Welche Stimmung herrscht dort?Gute Erzieher Muenchen

Für die positiven emotionalen Aspekte sorgen Erzieher durch ein bestimmtes professionelles Verhalten:

1. Gute ErzieherInnen sind liebevolle und konstante Bezugspersonen und sorgen so für Geborgenheit. Dadurch sind die Kinder in den Gruppen meist emotional ausgeglichen. Das Gefühl der Geborgenheit ermöglicht es den Kindern zu lernen. Dabei werden die Kinder als gleich wichtig wie Erwachsene wahrgenommen.

geborgenheit der Erzieherin 2. Es ist an den ErzieherInnen diese Geborgenheit zu vermitteln, indem sie zeigen, dass sie da sind. Durch Aufmerksamkeit auf die Kinder zeigen sie „ich bin da, Du kannst Dich darauf verlassen“. Diese Geborgenheit vermitteln sie also durch Blick – und Körperkontakt und liebevolle Sprache und Handlung. Sie hat sowohl das einzelne Kind als auch die Gruppe im Blick.

3. Die professionelle Feinfühligkeit zeichnet gute ErzieherInnen aus. Das heißt, sie sehen, wann ein Kind Zuwendung braucht, wann es alleine sein kann und wann Stress entsteht. „Sehen können“ heißt in diesem Fall „deuten können“. Denn es geht vor allem in der Kinderkrippe, aber auch im Kindergarten um nonverbale Zeichen, die die Kinder aussenden und von guten ErzieherInnen erkannt werden sollten. Sicher wendet sich jeder einem Kind zu, das weint.

Aber es gibt auch andere Anzeichen: Liegt beispielsweise ein Krippenkind, das noch nicht laufen, aber rollen oder krabbeln kann, am Boden und beobachtet aktiv sein Umfeld und nimmt aufmerksam am Geschehen teil, muss die Erzieherin nicht einschreiten.

Zieht es sich aber in sich zurück, was für die Erzieherin dadurch erkennbar wird, dass es an der Hand oder am Daumen lutscht, sich über einen längeren Zeitraum passiv verhält, keinen Kontakt zu anderen aufnimmt oder die Wand anstarrt, wird sie das Kind abholen und es ins Geschehen einbeziehen. In einer neuen Umgebung verhalten Kinder, die sich wohlfühlen explorativ, das heißt sie erkunden ihr Umfeld. Tun sie dies nicht, brauchen sie verbale oder körperliche Zuwendung und Bewegung, um den Stress des Neuen abzubauen und sich wieder geborgen zu fühlen. Das gilt übrigens genauso auch für Kindergartenkinder.

4. Die Fähigkeit zur Stressreduktion zeichnet gute ErzieherInnen besonders aus. Denn nicht immer sind ihre Bedürfnisse gleich, sondern je nach Situation bedarf es unterschiedlicher Zuwendungsarten. Mal dringen zu viele neue Eindrücke auf das Kind ein, mal ist es müde, mal ist es auf der Suche nach neuen Impulsen. Das bedeutet für die ErzieherInnen, dass sie genau beobachten müssen und in der einen Situation mit Körperkontakt reagieren, in der nächsten verbal und dann wieder mit Bewegung, einer Aktivität oder dem Gegenteiligen, nämlich Ruhe, indem sie mit dem Kind den Raum verlassen und ihm ermöglichen, in Stille zu sich zu finden.

5. Kinder lernen zumeist am Vorbild. Im Falle der Kita lernen sie also von ihren Freunden in der Kinderkrippe oder im Kindergarten und von den ErzieherInnen und KinderpflegerInnen. Daher leben die ErzieherInnen vor, was sie sich von den Kindern erwarten. Sie erklären dabei ihr Handeln durch sogenanntesHandlungsbegleitendes Sprechen. So sind sie ein Sprachvorbild und die Kinder verstehen, warum etwas getan wird. Das Sprachvorbild ist vor allem in der Kinderkrippe wichtig, wenn das Erlernen der Sprache im Vordergrund steht. Also in den ersten beiden Fragen-Perioden.

Spielassistenz der Erzieherin 6. Gute ErzieherInnen achten darauf beim Spiel eine Spielassistenz zu sein. Ziel ist es, Impulse zu geben und nicht das Spiel zu leiten. Sie wird nie das Spiel aus der Hand des Kindes nehmen oder im Auftrag des Kindes etwas bauen, basteln oder aufstellen. Sie beobachten und assistieren auf Wusch des Kindes in aktiver Passivität. Dadurch unterstützen sie das Explorationsverhalten, die Neugier und das Entdecken der Welt.

7. Damit sie stets bereit sind, alle Kinder gleich liebevoll zu behandeln, zu beobachten, Impulse zu geben und professionell zu handeln, ist es wichtig, dass die ErzieherInnen eine rationale und gleichzeitig liebevolle Beziehung zum Kind aufbauen. Es ist ErzieherInnen stets klar, dass sie nie mit Eltern konkurrieren, sondern als Partner der Eltern agieren. Die Kinder haben eine Bindung zu ihren Eltern und eine Beziehung zu ihren ErzieherInnen.

8. Die moderne Pädagogik geht davon aus, dass Kinder in der richtigen anregenden Umgebung ihre Themen selbst finden. Das heißt, dass es die Aufgabe guter ErzieherInnen ist, die Themen der Kinder zu ermitteln und dann weiter zu unterstützen und nicht immer wieder neue Angebote und Animationen zu liefern. Im entdeckenden Spiel erfahren und erlernen die Kinder ihre Selbstwirksamkeit und üben Problemlösekompetenz. „Wie erreiche ich den Bauklotz am dort drüben, wie rolle ich meinen Ball“. Es entsteht Motivation und Interesse

9. Egal, wie die Gegebenheiten sind, gute ErzieherInhnen sind gleichzeitig „ErmöglicherInnen“, das heißt, dass sie durch räumliche Gestaltung und notwenigen Freiraum und Zutrauen den Kindern eine Entwicklung ermöglichen. Die Hauptakteure sind in jedem Fall die Kinder. Die ErzieherInnen stellen als Impuls fragen wie „was könntest Du jetzt tun?“ und regt die Kinder zum Denken und Hypothesenbilden an.

10. Ihr fundiertes Wissen über Kleinkindpädagogik, Entwicklungs- und Lernprozesse und die kindliche Gehirnentwicklung erweitern gute ErzieherInnen durch konstante Weiterbildung, denn sie sehen sich selbst als lebenslang Lernende.

 

Personalentwicklung Wichtel Akademie Lilo BaumannLilo Baumann, Krippenexpertin bei der Wichtel Akademie fasst die Definition guter ErzieherInnen zusammen: „Gute ErzieherInnen bauen durch professionelle Feinfühligkeit eine liebevolle und konstante Beziehung zu den Kindern auf. Auf die verbalen und non-verbale Signale der Kinder reagiert eine gute Erzieherin prompt. Sie nimmt das Kind als Person wahr und wenn das Kind Stress hat, unternimmt sie alles, um den Stress zu reduzieren.“