Kinderkrippe Neuhausen Oberflaechensensibilitaet

Kinderkrippe Neuhausen: Luftballons vermitteln Oberflächensensibilität

 Kinderkrippe Neuhausen:Luftballons vermitteln Oberflächensensibilität

Kinderkrippe Neuhausen Luftballonstempeln

Er ist rund, weich, warm und wenn die kleinen, stets klebrigen Patschefinger daran herumfahren quietscht er und lässt sich in die Breite quetschen und in die Länge ziehen. Der Luftballon! Und das Tollste – für Erwachsene – er ist ganz nebenbei ein ideales Lehrmittel im Bildungsbereich „Ästhetik und Kunst“.

SPS1-Praktikantin Kateryna Nesmiyan führte in der Kinderkrippe Neuhausen mit den Kindern die pädagogische Aktivität mit dem Luftballon durch. Zunächst wählten die Kinder zwischen eineinhalb und drei Jahren die Farbe und ihren Luftballon aus. Gemeinsam füllten die Kinder mit der Erzieherin etwas Wasser in den Ballon. „Fühlt er sich jetzt leichter oder schwerer an?“

Dann gestaltete jedes Kind ein Bild. Dabei bildeten sie physische Kompetenzen aus wie Kraftdosierung und Koordination. „Faszinierend dabei war vor allem, dass die Kinder ihr eigenes Vorgehen entwickelten“, berichtet Nesmiyan. Die SPS1-Praktikantin sagt weiter:„Ich hätte erwartet, dass sie rollen, die Kinder aber ließen die Ballons fallen und tupften damit auf das Papier“. Es entstanden dann phantasievolle Zufallsprodukte.

 

Durch das Tupfen  nahmen sie die Oberfläche des Luftballons wahr und wie er sich verändert – und eben auch wie sie ihn als Drucker nutzen konnten. Während ihrer Malerei verbesserten sie ihre Hand-Augen Koordination. Durch die Wahrnehmung des Luftsballons auf der Haut konzentrierten sich die Kinder auf diese Reize auf ihrem eigenen Körper. Aus dieser Eigenwahrnehmung kann das Kind im Lauf der Entwicklung immer mehr die Grenzen des eigenen Körpers erfassen und eine Vorstellung über seinen Körper entwickeln. Was kann mein Körper, wie stark bin ich, was passiert, wenn ich das mache

Nach dem Projekt fotografierten Katheryna und ihre KollegInnen die Werke der kleinen Künstler und präsentierten diese in den Infoboards und die Originale im Gruppenraum der Kinderkrippenkinder. So konnten sie ihre Kunst gegenseitig nochmal bewundern.