Unsere kleine pädagogische Farm

Kita-Trudering

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Die Tiere der pädagogischen Farm in Trudering haben es gut: An vier Tagen in der Woche sieht jeweils eine Gruppe der Kita-Kinder Trudering nach: Wer hat Hunger? Wer möchte gestreichelt werden? Und welches Tier möchte sich einfach nur unterhalten? Dann stehen die Drei- und Vierjährigen wahlweise vor Pferd, Kaninchen, Meerschwein, Hase, Schaf oder Huhn und rufen fröhlich: Hallo, wie geht es Dir?“

Erzieherin Katharina Edbauer berichtet: Je nach Stimmung und Lautstärke kommen die Tiere dann näher heran oder suchen das Weite. Und schon in diesem Moment lernen die Kinder eine ganze Menge.“ Sie zählt begeistert auf: Angefangen von der Regulationsfähigkeit, die die Kinder trainieren, in dem sie ihre Lautstärke einschränken, wenn sie mit den Tieren kommunizieren. Über das Feingefühl und die Empathie, die sie in dem Moment entwickeln, in dem sie sich in die Gefühlslage der Tiere hineinversetzen. Bis zur non-verbalen Kommunikation, die sie lernen, indem sie die Tiere beobachten.“

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Kinder lernen Sach- und Fachwissen zu Tieren

Grundsätzlich sucht sich die Kindergruppe an jedem Besuchstag ihre Aufgaben auf der Farm beziehungsweise bekommt sie von den Verantwortlichen der pädagogischen Farm zugewiesen, die sich natürlich auch um das Wohl der Tiere kümmern. Und bei jedem Besuch erweitern die Kinderkrippen- und Kindergartenkinder ihr Wissen über die Tiere und ihren Lebensraum. Mittlerweile wissen die älteren Kindergartenkinder schon sehr gut Bescheid, was die Ernährung der Tiere betrifft. Und auch, wer wie gestriegelt, gebürstet oder gestreichelt wird, haben sie erfahren.

Das Schöne ist,“ so Erzieherin Katharina, dass wir eine Transferleistung bei den Kindern beobachten. Sie wissen nun, dass man auf Tiere nicht zustürzt, sondern, dass jedes Lebewesen eine Kennenlernzeit braucht. Wenn wir also auf dem Weg zur Farm einem Hund begegnen, beobachte ich genau, wie die Kinder erst zurückhaltend sind, den Hund schnuppern lassen und abwarten, ob er gestreichelt werden will.“

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Ausgeglichen dank Tier-Aktivitäten

Aktuell kamen einige Kinder neu in die Kita Trudering dazu. Diese Kinder haben Farmpaten an ihre Seite bekommen, also andere Wichtel-Kinder, die sich auf der Farm bereits auskennen. Die Farmpaten und die ErzieherInnn erklären den Neulingen die Abläufe auf der pädagogischen Farm. Dabei stärken die Kinder ihre soziale Kompetenz und ihre kommunikativen Fähigkeiten.

Katharina erzählt von einem Neuling: Ein kleiner Junge hatte zu Beginn große Angst vor den Hühnern. Durch die langsame Annäherung und das positive Vorbild der anderen Kinder hat er über die Zeit seine Angst vollkommen verloren.“

Der Erzieherin gefällt an der pädagogischen Farm am besten, dass die Kinder langsam lernen, Verantwortung zu übernehmen und vor allem ausgeglichener werden. Neben den zahlreichen Kompetenzen, die die Kinder spielerisch auf der Farm erwerben, ist vor allem die Aktivität an der frischen Luft sehr wichtig für die Ausgeglichenheit der Kids. Und das spüren wir ErzieherInnen nach dem Farmbesuch immer sofort.“