Lernen

Spielen ist Lernen – selber tun macht schlau!

Es gibt große Unterschiede des Lernens zwischen Kinderkrippe und Kindergarten – aber in jedem Alter funktioniert das Lernen über das Spiel am besten. Bei Ein- bis Dreijährigen stehen Autonomieentwicklung (oft noch Trotzphase genannt), die Verfeinerung der Bewegung, die Sprachentwicklung und der Aufbau von Phantasie an.

Dabei ist Bewegung und Wahrnehmung ein Grundpfeiler des Lernens. Für alle Lernprozesse hilft es, wenn die Kleinen klopfen, schütteln, biegen und drehen. Dieses Training der Handmotorik ist die Vorstufe für die spätere Stifthaltung und Beweglichkeit im Handgelenk, die zum Schreiben notwendig ist. Wichtig für die Eltern ist hier, nicht an Stelle der Kinder zu spielen, denn das Kind sollte selbst und aus eigenem Interesse darauf kommen, damit zu spielen.

In den ersten drei Monaten seines Lebens lernt ein Kind so viel wie ein Student in drei Jahren Studium. Die Kinder lernen über Erfahrungen. So gehen wir in der Krippe mit den Kindern auf die Wiese. Sie lernen Gänseblümchen kennen und sammeln sie (meist nur die Blumenköpfe). Die Erzieherin kommentiert die Handlungen des Kindes. Das Abzupfen trainiert die Kraftdosierung der Finger sowie die Augen-Handkoordination. Nebenbei nehmen dabei den Raum und die Menge wahr.

Im Kindergarten greifen wir die Interessen der Kinder auf und führen Projekte durch, in denen die Kinder die Welt mit allen Sinnen erforschen. Durch Fragen der pädagogischen MitarbeiterInnen werden Kinder zum Denken angeregt. Wir pflücken einen Strauß Blumen und untersuchen im Detail die Blütenblätter in Form und Farbe. Dann besprechen wir die Wahrnehmung der Kühle und Feuchte. Vielleicht kommt auch ein Mikroskop zum Einsatz, zur Heranführung an die Naturwissenschaft. Beim Kränzebinden schulen wir die Motorik. Impulse zum Mengenverständnis schulen wie von selbst die mathematische Kompetenz der Kinder.