Welche pädagogischen Projekte haben die ErzieherInnen durchgeführt? Welches pädagogische Ziel haben die ErzieherInnen dabei verfolgt? Wie können die Eltern die Kinder nach der Kita weiter pädagogisch begleiten? Was gibt es Neues an den einzelnen Standorten der Wichtel Akademie? Hier informiert die Wichtel Akademie alle Eltern, MitarbeiterInnen und auch interessierte zukünftige MitarbeiterInnen und Eltern.

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Kita-Neueröffnung in München Nymphenburg

Ein Besuch im Teddybär-Krankenhaus

Ein Besuch im Teddybär-Krankenhaus

Eine Gruppe von Medizinstudenten der LMU und TU hat vor einiger Zeit das Projekt „Teddybär-Krankhaus“ in München ins Leben gerufen. In regelmäßigen Abständen können Kinder ihre Kuscheltiere in die Teddybär-Klinik bringen und von den Teddybär-Ärzten untersuchen lassen. Neulich waren auch die Kindergartenkinder aus der Wichtel Akademie Biederstein am Englischen Garten bei den Teddydocs zu Besuch.

Kinder-besuchen-Rettungswagen

Als „Eltern“ ihrer Stofftiere durften die Biedersteiner Kinder die Krankenhaussituation selbst erleben und beobachten, wie sich die Teddyärzte um ihre Schützlinge kümmern.

Zunächst haben die Kinder ihr Kuscheltier an der Anmeldung registriert. Dazu mussten sie ihren Namen, sowie den Namen ihres Stofftieres nennen.

Anschließend wurden sie ins Wartezimmer gebracht. Mit einem Ausmalbild ist die Zeit schnell vergangen, bis die Teddyärzte jedes Kind einzeln aufgerufen haben und ins Untersuchungszimmer brachten.

Nun stand die Anamnese an. Jedes Kind erzählte die Krankengeschichte und das Leiden seines Kuscheltieres. Der Teddyarzt hörte aufmerksam zu und notierte alles auf einem Anamnesebogen.

Im nächsten Schritt wurde das Stofftier gemeinsam mit dem Teddyarzt wurde untersucht.

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Roentgenbild-Kindergartenkind

Zunächst wurde gemessen. Die Kinder lernten das Stetoskop kennen und hörten die Lunge und das Herz ab. Anschließend wurde in die Augen geleuchtet.

Bei Bedarf wurde das Kuscheltier sogar geimpft. Dafür wurde ein Stempel in den Impfpass gegeben. Kleinere Verletzungen wurden mit einem Verband und Pflaster abgedeckt. Manche hatte es wirklich schwer erwischt – ein gebrochenes Bein muss natürlich zuerst geröngt werden.

Anschließend ging es in den OP – dazu erstmal rein in die sterile Kleidung – eine Narkose geben und los geht’s!

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Damit es dem Kuscheltier oder der Puppe schnell wieder besser geht, ging es noch schnell zur Apotheke, um die notwendige Medizin zu besorgen.

Schließlich hat jedes Kind bei der Abmeldung eine Urkunde für seine tolle Leistung als Assistenzarzt bekommen. Und zum Schluss durften alle natürlich noch einen Blick in den Rettungswagen werfen und lernen, wie der Rettungsdienst die Patienten sicher zum Krankenhaus transportiert.

Rettungsdienst   Ausflüg-Teddybärkrankenhaus

Für die Kinder war der Ausflug ins Teddybär-Krankenhaus ein gelungener Nachmittag. Sie haben aktiv den Prozess in einem Krankenhaus auf spielerische Art und Weise kennengelernt. In ihrer Selbstwirksamkeit sind sie gewachsen, da sie schwierige Aufgaben, wie zum Beispiel die Erstellung der Anamense oder die  Behandlung der Patienten, kompetent bewältigt haben. Selbstbewusst sind sie gegenüber ihnen fremden Personen aufgetreten und haben sich getraut in Kommunikation zu gehen. Ihrer Phantasie und Kreativität waren keine Grenzen gesetzt – Krankheitsbilder haben sie erfunden und vertreten.

Mittagsschlaf in der Kita

Mittagsschlaf in der Kita

Mittagsschlaf in der Kita

Kaum ein Thema beschäftigt Eltern so sehr wie der Schlaf der Kleinen. Kein Wunder, denn das Schlafen ist ein lebenswichtiges Grundbedürfnis. Bis zum Schulalter benötigen Kinder eine Abwechslung zwischen Aktivitäts- und Ruhephasen. Kinder, die eine Bildungseinrichtung wie die Wichtel Akademie besuchen, haben ein gesteigertes Bedürfnis nach einer Mittagsruhe, um ihre neuen Erfahrungen zu verarbeiten und aufnahmefähiger zu sein. Lilo Baumann, erfahrene Pädagogin und Leiterin der Personalentwicklung bei der Wichtel Akademie beantwortet hier Fragen zum Thema Schlaf, die uns von Eltern häufig gestellt werden.

Wie viel Schlaf braucht ein Krippenkind?

Lilo Baumann: Das ist von Kind zu Kind unterschiedlich und hängt von der Entwicklungsphase und dem Charakter des Kindes ab. In der Phase vom neunten bis zum 18. Monat zum Beispiel machen Kinder auf allen Ebenen riesige Fortschritte. Sie lernen zu robben, zu krabbeln oder zu laufen und erweitern so ihren Bewegungsradius. Ihr Selbstbewusstsein und ihre Beziehung zu anderen Kindern verändern sich mit der motorischen Entwicklung. Diese neuen Erfahrungen führen zu einem erhöhten Schlafbedarf und werden in Träumen verarbeitet.

Mittagsschlaf Kita

Müssen Krippenkinder zu festen Zeiten schlafen?

Lilo Baumann: Generell gibt es bei uns kein müssen, denn die Kinder werden zu nichts gezwungen. In unseren Einrichtungen gibt es von 12 bis 14 Uhr eine Mittagspause, in der die Krippenkinder hingelegt werden. Da sich besonders Kleinkinder bis etwa 18 Monate aber noch nicht an feste Tageszeiten halten, können sie natürlich jederzeit schlafen, wenn sie müde sind. Abseits der allgemeinen Schlafenszeit dann in Kuschelecken, Schlafkörbchen oder Kinderwagen. Die ErzieherInnen achten auf Anzeichen von Müdigkeit und helfen den Kindern in den Schlaf zu finden.

Schlafen Kindergartenkinder so lange wie Krippenkinder?

Lilo Baumann: Auch bei den Kindergartenkindern gibt es unterschiedliche Schlafbedürfnisse, denen wir individuell gerecht werden. Wichtig ist uns, dass unsere Älteren gleichermaßen in den Schlaf begleitet werden. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die meisten Kinder bis zum Alter von drei Jahren ein Mittagsschläfchen in der Krippe benötigen. Ab drei Jahren brauchen manche Kinder dann keine tägliche Mittagsruhe mehr.

Was passiert in der Kita, wenn ein Kind keinen Mittagsschlaf mehr braucht?

Lilo Baumann: Wenn einzelne Kinder nach einer Ruhephase auf der Matratze nicht schlafen wollen, gehen sie in Begleitung einer ErzieherIn oder KinderpflegerIn leise aus dem Schlafraum. Die Kinder lernen, Rücksicht auf andere Kinder zu nehmen und spielen ruhig im Gruppenraum, während die Anderen schlafen.

Vereinzelt hören die ErzieherInnen den Vorwurf der Eltern, mit der langen Mittagsruhe würden sie sich den Arbeitsalltag erleichtern. Ist das wahr?

Lilo Baumann: Mittagsruhe für die Kinder bedeutet nicht, dass die ErzieherInnen ebenfalls eine Pause haben. Es gibt immer etwas zu tun. Zum Beispiel wird für den Mittagsschlaf jedes Kindes eine Schlafbox für dessen Kleidung mit Bild und Namen hergerichtet. Auch die jeweiligen Schlafbegleiter wie Schnuller oder Kuscheltier werden bereitgelegt. In der Wichtel Akademie zelebriert jede Gruppe zu Beginn der Mittagsruhe ihr individuelles Schlafritual. Zähneputzen, ausziehen und singen sind feste Bestandteile, an denen auch alle ErzieherInnen beteiligt sind. Bis alle Kinder schlafen, sind die pädagogischen MitarbeiterInnen mit im Raum. Sobald die Kleinen eingeschlafen sind, bleibt eine ErzieherIn mit im Schlafraum, gibt Geborgenheit und sorgt für Ruhe.

Wir sind davon überzeugt, dass Kinder, die eine Bildungseinrichtung wie die Wichtel Akademie besuchen, genau diese lange Mittagsruhe brauchen. Nach der Pause sind sie aufnahmefähiger und lernen leichter. Sie sind kreativer und können Herausforderungen besser meistern, haben eine höhere Frustrationstoleranz und beteiligen sich wieder aktiver am Geschehen. Insgesamt nehmen sie so mehr aus ihrer Kita-Zeit mit.

Kann mein Kind nach 20 Minuten Mittagsschlaf geweckt werden, damit es am Abend schneller einschläft?

Lilo Baumann: Wir sind täglich mit den Eltern im Gespräch und besprechen gemeinsam und individuell diese Themen. Kinder werden in unseren Einrichtungen allerdings prinzipiell nicht vorschnell aus dem Ruheraum geholt. Sie müssen genug Zeit gehabt haben, in die Tiefschlafphase zu kommen. Wie oben bereits erwähnt, ist die Mittagspause für die Kinder der Wichtel Akademie sehr wertvoll und tut ihnen gut – egal ob diese zum Schlafen oder als Ruhephase genutzt wird. Sie lernen auf diese Weise den Wechsel von Ruhe zu Anspannung, üben Geduld und trainieren ihre Selbstregulation – also die Fähigkeit, ihre Körper und ihre Emotionen zu erkennen und zur Ruhe zu bringen.

Nach dem Abholen müssen sich die Kinder von einer Umgebung mit sehr vielen Gleichaltrigen auf das Zusammensein mit ihren Eltern umstellen. Die Kinder lieben diese Zeit. Je intensiver sie für gemeinsame Aktivitäten, Erzählen und Spielen genutzt wird, desto einfacher kommen die Kinder am Abend zur Ruhe. Eine ruhige, klare und konsequente Kommunikation mit den Kindern ist ebenfalls hilfreich.

Warum schläft mein Kind daheim nicht so zuverlässig und schnell ein wie in der Kita?

Lilo Baumann: Dadurch, dass sich bei uns alle Kinder hinlegen, haben die Kleinen nicht das Gefühl, etwas zu verpassen. Zusätzlich unterstützt der sehr klare Tagesablauf mit den in der Wichtel Akademie gepflegten, beruhigenden Ritualen das rasche Einschlafen.

Daheim gerät der geregelte Tagesablauf durch einen Termin, Familienausflug oder Besuch manchmal etwas durcheinander. Um es den Kindern dennoch so leicht wie möglich zu machen, auch zuhause in den Schlaf zu finden, kann ein Schlafritual der Kita, wie zum Beispiel ein bestimmtes Schlaflied, adaptiert werden. Klare Ansagen, wie „Heute ist der Tag zu Ende, morgen beginnt ein neuer Tag“ sowie Körperkontakt helfen ebenfalls dabei, das Kind liebevoll in den Schlaf zu begleiten.

 

Vier Einschlaftipps unserer Pädagogen

  1. Rituale: Schließen Sie jeden Tag mit den gleichen Schlafritualen (z. B.: Zähneputzen, Gute-Nacht-Geschichte, Nachtlicht einschalten) ab. Ihr Kind versteht so, dass nun Schlafenszeit ist. Sie können sich hierzu auch an den Ritualen der Wichtel Akademie orientieren.
  2. Geduld: Gehen Sie in einen „echten und intensiven“ Kontakt zu Ihrem Kind, sodass es nicht das Gefühl bekommt, dass Sie am Abend noch etwas anderes, Wichtigeres vorhaben.
  3. Bestimmtheit: Bleiben Sie in Ihrer Haltung ruhig und klar, auch wenn Ihr Kind protestiert. Bleiben Sie warmherzig, aber werden Sie nicht weich. Nach ein paar Tagen hat Ihr Kind gelernt, dass dies der Weg ist, der gegangen wird.
  4. Ruhe: Vermeiden Sie vor dem zu Bett gehen aufputschende Spiele, wie fangen oder Spielzeug-Autorennen, und verzichten Sie auf den Gute-Nacht-Film auf dem Tablet oder Smartphone. Lesen Sie Ihrem Kind lieber vor, denn der Schwerpunkt sollte auf Ihrer Beziehung zum Kind und nicht auf dem Entertainment-Aspekt liegen.

Ostern in Afrika