Welche pädagogischen Projekte haben die ErzieherInnen durchgeführt? Welches pädagogische Ziel haben die ErzieherInnen dabei verfolgt? Wie können die Eltern die Kinder nach der Kita weiter pädagogisch begleiten? Was gibt es Neues an den einzelnen Standorten der Wichtel Akademie? Hier informiert die Wichtel Akademie alle Eltern, MitarbeiterInnen und auch interessierte zukünftige MitarbeiterInnen und Eltern.

Aufnahmen im Tonstudio

Medienkompetenz in der Kita

Medienkompetenz in der Kita
Wie die Kinder der Pandabären-Gruppe beschlossen selbst ein Hörspiel zu produzieren

Tonstio-Kindergarten

Mit dem Thema Medienkompetenz haben sich die Kinder der Pandabären-Gruppe aus dem Kindergarten in Biederstein am Englischen Garten auseinandergesetzt. Das Projekt entstand spontan und nahm dann rasant an Fahrt auf, denn Kinder und Erzieher waren von dem Thema gleichermaßen gefesselt und begeistert.

Old but gold: das Buch
Angefangen hat alles mit einem dem Kindern sehr vertrauten Medium: dem Buch. Das Büchervorlesen ist fester Bestandteil des Alltags in der Wichtel Akademie. Die Kinder hatten sich die Geschichte „Der Dachs hat heute schlechte Laune“ ausgesucht. Sie erfuhren mehr über die unterschiedlichen Launen des Dachses und lernten dabei jede Menge über soziale Kompetenzen. Wie zum Beispiel, dass jeder mal wütend sein darf, ich selbst auch mal schlecht gelaunt sein kann, aber dass das Auswirkungen auf unsere Mitmenschen haben kann. Die Geschichte faszinierte die Kinder, doch beim gemeinsamen Vorlesen und Anschauen des Bilderbuchs wurde mal wieder festgestellt: Einer größeren Gruppe aus einem Buch vorzulesen kann sehr herausfordernd sein, da nicht alle Kinder gleichzeitig ins Buch und auf die Bilder schauen können.

Ganz großes Kino
Carolin Leder ist Erzieherin im Anerkennungsjahr in der Pandabären-Gruppe und ihr war schnell klar: Für diese Geschichte muss eine Alternative her. So entstand kurzerhand die Idee, die Geschichte in ein Bilderbuchkino zu verwandeln. Die Kino-Vorführung fand in der Turnhalle des Kindergartens statt. Schon beim Betreten des vorbereiteten Raumes waren die Kinder von der besonderen Kino-Atmosphäre gefesselt. Mithilfe eines Beamers wurden die zuvor eingescannten Bilder an eine große Wand geworfen. Die Gruppe war begeistert – alle Kinder konnten die Bilder gleichzeitig sehen, während die Erzieherin die Geschichte vorlas.

Bilderbuchkino in der Wichtel Akademie

Wie könnte die Geschichte weitergehen?
Nach dem Bilderbuch-Kino beschäftigte die Gruppe die Frage, wie die Geschichte weitergehen beziehungsweise auf welche Weise sie auch noch erzählt werden könnte. Um diese Frage zu klären wurde kurzerhand eine Kinderkonferenz einberufen und gemeinsam unterschiedliche Möglichkeiten diskutiert. Die Entscheidung fiel dann aber einstimmig: Die Geschichte soll ein Hörspiel werden. Denn die Kinder hören in der Ruhezeit nach dem Mittagessen gerne Geschichten und fänden es schön, auch die Geschichte vom Dachs auf CD zu haben. Pädagogin Carolin war gleich Feuer und Flamme für die Fortführung des Projekts und hatte bereits eine konkrete Idee für die Umsetzung, denn Carolin arbeitet an den Wochenenden ehrenamtlich bei einem Radiosender.

Hands on – die Produktion des Hörspiels
Die Schulhüpfer der Panda-Gruppe fuhren gemeinsam mit Carolin ins Medienzentrum München und erhielten dort eine Führung beim Radiosender M94.5. Anschließend ging es für die Kids selbst ins Tonstudio. Zunächst erfuhren sie dort viel Neues über die Entstehung und Bearbeitung von Tönen und Tonspuren. Danach durften sie selbst Handanlegen: Zu zweit gingen die Kinder in die schallgeschützen Sprecherkabinen und erzählten mit ihren Worten die Geschichte vom kleinen Dachs, indem sie ins Mikrofon sprachen. Als sie danach die Aufnahmen ihrer eigenen Stimmen hörten, waren sie mächtig stolz. Zurecht!

Aufnahmen im Tonstudio Aufnahmen im Tonstudio

Aber das Projekt war für sie damit noch immer nicht beendet. Während die Geschichte von den Hörfunk-Experten geschnitten und auf CD gebrannt wurde, widmeten sich die Kinder der Konzeption und Gestaltung des CD-Covers. Das Ergebnis scannten sie gemeinsam mit der pädagogischen Fachkraft ein und lernten dabei den Scanner näher kennen: „Wie funktioniert das Gerät eigentlich? Wie kann ich es richtig bedienen? Und wo kommt das eingescannte Cover-Bild hin?“ Fragen über Fragen, auf die die Kinder spannende Antworten erhielten.

Besrpechung der CD-Cover Gestaltung der CD-Cover

Die Hörbuch-Variante des kleinen Dachs, gesprochen von den Kindern der Pandabären-Gruppe feiert demnächst seine Premiere in der Ruhezeit in Biederstein – alle Kinder der Wichtel Akademie sind schon sehr gespannt und voller Vorfreude!

10 Jahre Wichtel Akademie

Kinderpflegerin Naiyana Wantataen feiert 10-jähriges Wichtel-Jubiläum

Jubiläum

In Biederstein gab es Grund zu feiern: Mitarbeiterin Naiyana Wantataen feierte ihr zehnjähriges Jubiläum in der Wichtel Akademie und ist damit eine der dienstältesten Mitarbeiterinnen im Unternehmen, dabei ist sie erst 29 Jahre alt. „Ich habe mit 19 Jahren bei der Wichtel Akademie gestartet“, erzählt Naiyana. „Damals habe ich mich für diese Stelle gegen 100 andere Bewerber durchsetzen müssen“, erinnert sie sich.

Kinderpfleger_Jubiläum

Naiyana hat im Jahr 2007 am Standort Fürstenried gestartet, bevor sie in die Dietlindenstraße gewechselt ist und dort mit der Kollegin Viviane Brückner die neu eröffnete Krippengruppe betreut hat. Seit Mai 2012 ist sie in Biederstein tätig und freut sich weiterhin jeden Tag aufs Neue, wenn sie die Einrichtung betritt. „Kinderpflegerin in der Wichtel Akademie ist einfach mein Traumberuf, weil ich hier die besten Kollegen habe und mit ihnen und den Kindern so viel lache“, berichtet Naiyana. Natürlich gab es im Laufe der letzten zehn Jahre auch schwierige Situationen. „Am Anfang habe ich bei jedem Abschied von den Schulhüpfer-Kindern geweint, aber das ist besser geworden, weil die Vorbereitung des Abschieds auch mir hilft. Außerdem gucke ich jetzt voller Stolz auf die Entwicklung der Kinder in den Jahren bei uns und stelle fest, dass wir sie gut vorbereitet übergeben“. An der Wichtel Akademie schätzt sie besonders die familiäre Atmosphäre und die Flexibilität im Arbeitsalltag. „Obwohl wir von drei auf 16 Standorte gewachsen sind, hat hier jeder weiterhin ein offenes Ohr für mich und meine Anregungen, Wünsche und Ideen.“ Auf die Frage was sie sich für die kommenden zehn Wichtel Jahre wünscht antwortet Naiyana lachend: „Dass wir weiterhin in einem so tollen Team arbeiten können und sich die Qualität unserer Arbeit weiter rumspricht – das ist für mich die schönste Wertschätzung. Und wenn wir weiter so wachsen, vielleicht gibt es ja demnächst auch eine Wichtel-Schule?“ Dann würde ihr der Abschied von den Schulhüpfer-Kindern noch leichter fallen.

Liebe Naiyana, wir freuen uns sehr, Dich schon  so viele Jahre in unserem Wichtel-Team zu haben und auf die gemeinsame Zukunft mit Dir!

Professionelle Vielfalt – erfolgreich als Team

Professionelle Vielfalt – erfolgreich als Team

Glücklichmacher stellen sich vor

Wie setzt sich das Team der pädagogischen Fachkräfte der Wichtel Akademie zusammen? Welche Vorteile bringen multiprofessionelle Teams für Kinder, Eltern und Mitarbeiter? Anna-Lena, Leitung Personal,  und Maria Laura, studierte Sozialpädagogin und stellvertretende Leitung in die Krippe in Sendling, berichten darüber im Video.

Kindergarten Kinderkonferenz

Kinderkonferenz in Laim

Kinderkonferenz in Laim

Tiger führen Veränderungen in der Kita herbei

Kindergarten Kinderkonferenz

Einige Kinder der Kindergartengruppe „Tiger“ aus der Wichtel Akademie in Laim haben sich an ihre PädagogInnen gewandt und sich beschwert, dass ihnen die Ruhezeit keinen Spaß mache. Da wir Beschwerden von den uns anvertrauten Kindern sehr ernst nehmen, hat das Team rund um die Leitung Sandra Elz kurzerhand entschieden eine Kinderkonferenz einzuberufen, in der das Thema besprochen werden sollte.

Zwei Tage später war es dann soweit und alle Tiger versammelten sich zusammen mit den PädagogInnen im Foyer. Sandra Elz leitete die Konferenz und erklärte, dass nun gemeinsam herausgefunden werden soll, warum die Ruhezeit keinen Spaß macht und wie dies geändert werden könnte. Die Kinder stellten die Problematik auf einem großen Blatt visuell dar. Im Anschluss wurden sie aufgerufen abzustimmen, ob ihnen die momentane Ruhezeit gefällt (grün) oder nicht gefällt (rot). Hierzu gab jedes Kind „geheim“ seine Stimme ab, indem es einen grünen oder roten Punkt auf das selbst erstellte Papier setzte. Die Mehrheit der Kinder signalisierte hierdurch, dass die Ruhezeit gut ist, weil ausruhen wichtig ist, aber dass sie zu lange dauert. Daraufhin überlegten Kinder und PädagogInnen gemeinsam, wie sie die Ruhezeit so verändern können, dass Kritiker und Befürworter zu ihrem Recht kommen. Nach einer halbstündigen Diskussion kam die Kinderkonferenz zu folgendem Ergebnis:

Die Ruhezeit wird in der Tiger Gruppe künftig in zwei Phasen stattfinden:

  1. In der ersten Phase liegen alle Kinder auf ihrem Schlafplatz, ruhen sich aus oder schlafen ein. Die PädagogInnen lesen in dieser Phase eine Geschichte vor oder es wird ein Hörspiel gehört.
  2. In der zweiten Phase dürfen die Kinder, die nicht eingeschlafen sind oder sich weiter liegend ausruhen wollen, aufstehen und sich eine ruhige Beschäftigung im Gruppenraum am Tisch suchen. Sie überlegten was hierzu zählt und legten fest, dass gemalt, gepuzzelt, mit Magneten gespielt oder ein Buch angeschaut werden kann. Die Kinder haben selbst erkannt, dass Fußball spielen oder auch leises singen schnell laut wird und deshalb in der Ruhezeit nicht stattfinden kann.

Kinderkonferenz

Diese Regelung wurde für den kommenden Monat festgelegt. Nach vier Wochen wird die nächste Kinderkonferenz stattfinden und besprochen, ob der Lösungsvorschlag funktioniert hat. Wir danken dem Laimer-Team für den Einblick und halten Euch auf dem Laufenden, wie es weitergeht.

 

Eingewöhnung

Sanfte Eingewöhnung in die Kita

Sanfte Eingewöhnung in die Kita

Wertvolle Tipps: So gelingt der Start für Groß und Klein

Eingewöhnung

Während der Eingewöhnungszeit  in eine Kinderkrippe oder einen Kindergarten, vollbringen Kinder und Eltern eine enorme Leistung: Die Kinder lernen, sich an die neue Umgebung anzupassen und die Eltern, sich ein Stück weit von ihren Kindern zu lösen. Die Eingewöhnung ist oftmals die erste Trennungserfahrung der Kinder. So braucht das Kind Zeit, sich an die neue Umgebung anzupassen und eine Beziehung zu den zunächst fremden Kindern und Erwachsenen aufzubauen. Dabei ist nicht nur die Eingewöhnung in die Krippe, sondern auch in den Kindergarten für die Kinder herausfordernd und muss dementsprechend gut vorbereitet und durchgeführt werden.

Eingewöhnung Kita

Für die Eingewöhnung in der Kinderkrippe und im Kindergarten gibt es in der Wichtel Akademie einen pädagogischen Standard, den wir auf Basis der neuesten Erkenntnisse aus der Wissenschaft entwickelt haben und der die Eingewöhnung in fünf Phasen unterteilt.

  1. Das Erstgespräch

In dem Erstgespräch sprechen wir über die Eigenheiten und Gewohnheiten des Kindes und geben den Eltern einen ersten Einblick in die Abläufe der Kita.

Zusammen stellen wir dann sicher, dass die Bedürfnisse aller Beteiligten (des Neuankömmlings, der Eltern, der anderen Kinder und auch des Teams) berücksichtigt werden und die Eingewöhnungsphase für das Kind zu einer positiven Erfahrung wird. Denn laut aktueller Studien gewinnt das Kind hierdurch eine Grundsicherheit, die wichtig und wertvoll für seine Zukunft ist. Der Ablauf der Eingewöhnung wirkt sich auch auf die Gehirnentwicklung des Kleinkindes aus. Ein sanfter Übergang in die Kita erspart dem Kind Stress, der zu einer Überempfindlichkeit und im späteren Leben zu einer höheren Anfälligkeit für Stresskrankheiten führen kann. Und hier gilt es für uns, frühzeitig entgegen zu wirken und so den Grundstein zu legen, damit die uns anvertrauten Kinder im späteren Leben gut mit Stress umgehen können.

  1. Kennenlernen und Sicherheit gewinnen

Für Kinder ist es in den ersten Lebensjahren einfacher, fremden Personen zu begegnen und neue Situationen zu verarbeiten, wenn eine vertraute Person anwesend ist. In der ersten Wochen bleiben die Kinder zusammen mit Mama oder Papa ein bis zwei Stunden in der Kita. Die Eltern verhalten sich passiv und sind ein sicherer Rückzugsort. Auch die pädagogische Bezugsperson bedrängt das Kind nicht. Sie bleibt zunächst im Hintergrund und beobachtet in dieser Zeit das Kind, das den Raum selbst erobern soll. Die Anwesenheit der Eltern ist für das Kind in dieser Kennenlernphase unverzichtbar, eine Trennung erfolgt frühestens in der zweiten Woche.

  1. Vertrauen aufbauen und stabilisieren

Die Eingewöhnungsphase dient dazu, dass der Aufenthalt in der Kita zu einer vertrauten Situation für das Kind wird und die pädagogische Bezugsperson eine intensive Beziehung zum Kind aufbaut – vor allem in Schlüsselsituationen wie Essen und Wickeln. In den ersten sechs Sicherheitstagen sehen wir in der Wichtel Akademie von einer Trennung ab. Auch der Mittagsschlaf in der Kita findet erst nach dieser Zeit statt.

  1. Erster Trennungsversuch

Wenn Kinder und Eltern bereit für eine erste Trennung sind, verabschiedet sich das begleitende Elternteil nach ein paar Minuten vom Kind und verlässt den Gruppenraum, bleibt aber in der Einrichtung. Die pädagogische Bezugsperson nimmt das Kind auf den Arm. Es ist völlig normal, wenn das Kind bei der Trennung weint, denn jetzt sind starke Gefühle involviert. Da das Selbstregulationssystem im Gehirn noch nicht fertig entwickelt ist, können sich die Kinder meist noch nicht selbst beruhigen. Wenn es jedoch durch körperliche Zuwendung beruhigt wird, sinkt der Stresspegel wieder und Stressregulationssysteme im Gehirn werden angelegt, die im späteren Leben helfen, mit Stress gut umzugehen. Sollte das Kind verstört reagieren und sich nicht innerhalb von fünf Minuten von der pädagogischen Mitarbeiterin der Wichtel Akademie trösten lassen, kehrt Mama oder Papa zurück und verlässt gemeinsam mit dem Kind die Einrichtung. Die weitere Vorgehensweise ist abhängig von der Reaktion des Kindes. Individuell auf das Kind abgestimmt, in der Kinderkrippe jedoch frühestens am fünften Tag, übernimmt die pädagogische Bezugsperson zunehmend die Versorgung des Kindes (Wickeln, Füttern, etc.). Nach einer kurzen Verabschiedung verlassen die Eltern den Raum, bleiben aber zunächst in der Nähe der Einrichtung. Die Trennung ist erfolgreich, wenn sich das Kind von seiner pädagogischen Bezugsperson trösten lässt und mit ihr kommuniziert.

  1. Abschlussgespräch

Die Eingewöhnung ist abgeschlossen, wenn das Kind seine pädagogische Bezugsperson als sicheren Hafen akzeptiert und seinen Rhythmus im Tagesablauf gefunden hat. Das Kind kann zwar noch protestieren, wenn Mama oder Papa sich verabschieden, lässt sich dann aber von der pädagogischen Mitarbeitern schnell beruhigen. Nach Beendigung der Schluss- und Reflexionsphase erfolgt in der Wichtel Akademie ein Abschlussgespräch mit dem zuständigen pädagogischen Mitarbeiter. Hierbei ziehen Eltern und Mitarbeiter gemeinsam Resümee über die erfolgte Eingewöhnung und besprechen die Ziele der weiteren Betreuung.

gute Kinderkrippe

8 Anzeichen für eine gute Kita

8 Anzeichen für eine gute Kita

Kinderkrippe

Die Entscheidung, sein Kind in fremde Hände zu geben, fällt niemandem leicht. Es erfordert großes Vertrauen und die emotionale Bereitschaft zur Trennung auf Seiten des Kindes und der Eltern. Viele Eltern versuchen zurzeit am „Tag der offenen Tür“ und in Kennenlerngesprächen herauszufinden, welche Kita die richtige für sie ist.

Das Vertrauen in die Kinderkrippe oder den Kindergarten entsteht dabei auf mehreren Ebenen: Auf der theoretischen Ebene entscheiden die Eltern nach den Aspekten, wie das pädagogische Konzept ausgerichtet ist, ob die Räumlichkeiten ansprechend und kindgerecht eingerichtet sind, die Verhältnisse hygienisch und natürlich auch, ob die Verkehrsanbindung und der Preis zu ihnen passt. Aber den Ausschlag gibt dann meist doch das Bauchgefühl, geleitet von den Emotionen und der Frage: Welche Stimmung herrscht in der Einrichtung.

1. Geborgenheit als Grundvoraussetzung

Motivierte und liebevolle pädagogische Fachkräfte sind für die Atmosphäre und damit maßgeblich dafür verantwortlich, ob die Kinder sich in der Kita schnell wohl fühlen. Als konstante Bezugspersonen und vertrauensvoller Erziehungspartner sorgen sie für Geborgenheit. Diese Geborgenheit vermitteln sie durch Blick- und Körperkontakt und liebevolle Sprache und Handlung. Nur wenn sich die Kinder geborgen fühlen, haben sie die Möglichkeit zu lernen und Neues aufzunehmen.

2. Elternkommunikation

Kitas, die die Partnerschaft mit den Eltern groß schreiben, nutzen unterschiedliche Kommunikationsmittel, um die Eltern am Alltag der Kinder teilhaben zu lassen. Mittel dazu sind das Eingewöhnungsgespräch, regelmäßige Dokumentation und Entwicklungsgespräche, Infoboards für die Eltern über die täglichen Aktivitäten und tägliche Hol- und Bringgespräche mit den pädagogischen Fachkräften. Weitere Informationen zu pädagogischen Themen, z.B. an regelmäßig stattfindenden Infoveranstaltungen sowie über die Website oder die sozialen Kanäle liefern hilfreiche Tipps und Einblicke in den Kita-Alltag für die Eltern. Denn eine wirklich gute Kinderkrippe sieht die Eltern als Erziehungspartner an und sucht den regelmäßigen Austausch.

3. Individuelle Eingewöhnungszeit

Eine gute Kinderkrippe richtet sich bei der Eingewöhnung des Kleinkindes in Begleitung eines Elternteils nach dem Tempo des Kindes. Die Eingewöhnung in einer guten Kinderkrippe sollte individuell an dem einzelnen Kind ausgerichtet sein und kann bis zu acht Wochen dauern.

4. Strukturierter Tagesablauf

Rituale und Strukturen sind sehr wichtig für die Entwicklung von Kindern, weil sich das Kind an diesen sich wiederholenden Abläufen orientieren kann. Daher legt eine gute Kita Wert auf täglich wiederkehrende Rituale und einen klar strukturierten Tagesablauf. In einer guten Kita startet schon jeder Tag mit einem Ritual (wie z.B. dem Morgenkreis), wobei die Rituale leicht variiert und ausgebaut werden können, passend zur Entwicklungsphase der Kinder.

5. Behutsame Zeit für die Körperpflege

Bei der Körperpflege und der Hygiene von Krippenkindern kommt es nicht auf Schnelligkeit an. Ganz im Gegenteil, in einer guten Kita nehmen sich die KinderpflegerInnen und ErzieherInnen beim Wickeln Zeit für die einfühlsame Pflege. Das Kind genießt in dieser Phase die ungeteilte Aufmerksamkeit und wird als Individuum wahrgenommen, indem die pädagogischen Fachkräfte mit dem Kind kommunizieren, ihr Handeln erklären und die Signale des Kindes wahrnehmen.

6. Raum für Freispiel

Häufige Fragen an Erzieher lauten: „Na, was hat denn mein Kind heute gelernt?“ Dabei ist das oft gar nicht so spezifisch festzulegen. In dieser frühen Lebensphase passen sie sich noch an die Welt an, lernen ihren Körper verstehen, bauen Bindungen auf und üben Sprechen. Kleine Kinder unter drei Jahren lernen jeden Tag bei fast jeder Tätigkeit und besonders beim Freispiel. Denn hier folgen sie ihren Interessen und durch diese intrinsische Motivation ist die Lernfähigkeit und -bereitschaft der Kleinkinder sehr groß. Folgt das Kind den ganzen Tag den vorgegebenen Mustern verschiedener durchgeplanten pädagogischen Projekte, ist die Lernfähigkeit geringer. Freispiel und pädagogische Projekte sollten sich abwechseln. Im Freispiel stehen die ErzieherInnen den Kindern als Spielpartner zur Seite und beobachten ihr Vorgehen.

7. Kombination von Schlaf- und Spielraum

Wo gespielt wird, da lass dich ruhig nieder. Ist ein Kind müde, sollte es sich jederzeit hinlegen können. Daher schlafen auch in einer guten Kita Kleinkinder mal im Spielraum ein. Sie werden dann auf eine Matratze gebettet und dürfen sich im Beisein der Erzieherin erholen. Für die Mittagsruhe sollten die Kinder jedoch in einen extra Raum gehen, der für einen gesunden Schlaf kühler ist als die Aufenthaltsräume. Die Funktionsbereiche in einer guten Kinderkrippe sind klar voneinander getrennt, so dass das Kind weiß, dass es hier langsam runterfahren kann. Jedes Kind hat hier seinen eigenen Schlafplatz und kommt gemeinsam mit den anderen Kindern zur Ruhe nach der intensiven Lern- und Unruhephase des Vormittags. Hier ist stets ein pädagogischer MitarbeiterIn bei den Kindern bis die Ruhephase nach zwei Stunden beendet ist.

8. Guter Personalschlüssel

Bei einem guten Personalschlüssel haben die Erzieher und Kinderpfleger ausreichend Zeit, sich einem Kind alleine zuzuwenden, denn jedes Kind braucht seine ungeteilte Aufmerksamkeit für eine bestimmte Zeit.

 

*Wir beziehen uns bei diesen 11 Anzeichen auf  die „Checkliste für Eltern, Kinder unter DREI in Kitas“, der Bertelsmann Stiftung und auf „Kinder unter 3 Jahren in Kindertageseinrichtungen“, erschienen im Vogel Werkbuch, herausgegeben vom Schul- und Kultusreferat, Sozialreferat der Landeshauptstadt München. Sowie auf ein Kurzinterview mit Dorothea Ruck, Pädagogin und Geschäftsführerin Operations der Wichtel Akademie.