Kinderkrippe Obersendling essen

Kinderkrippe Obersendling: Essen? Kann ich selba!

Esskultur und Autonomie: Kinder essen selbst und sind stolz darauf

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Eine ausgewogene Ernährung ist essentiell für die Entwicklung der Kinder. Doch während das WAS, die Nährstoffe und die Ernährungspyramide im Fokus stehen, wird das WIE, die Tisch- und Esskultur sowie das Körpergefühl der Kinder oft vergessen. Wir achten an allen Standorten der Wichtel Akademie auf die gesamte Ernährungserziehung der Kinder. Die Ein- bis Dreijährigen sind dabei, ihre Fähigkeiten zu entdecken. Die, die schon sprechen können, sagen nun gerne „selba“ oder „ich“. „Wir, die ErzieherInnen und KinderpflegerInnen achten darauf, den Kindern die Möglichkeit dazu zu geben“, sagt Katharina Dittert, Leiterin des Standorts Obersendling

essen obersendling 2Die Kids decken mit Unterstützung der Erzieherinnen den Tisch mit Tellern und vollständigem Besteck, so dass die Kinder später entscheiden, wie sie das Besteck nutzen. Einige können bereits gezielt zugreifen, andere üben noch. Die pädagogischen MitarbeiterInnen erklären, was es gibt und füllen das Essen in Glasschüsseln, damit die Kinder sehen, was es gibt. Nach dem Tischspruch, starten alle mit dem Essen. Durch dieses Ritual wissen die Kinder, wann was passiert.

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Liebelingsessen der Kinder: Nudeln mit Gemüsesoße. Aber auch Eintopf ist beliebt.

Die pädagogischen Mitarbeiterinnen ermuntern die Kinder, Neues zu probieren, aber es gibt kein Muss. „Mich überrascht immer wieder, mit welchem Genuss die Kinder unserer Gruppen den vegetarischen Erbseneintopf essen“, berichtet Dittert. „Sogar die Gemüseverweigerer schlagen dabei zu. Naja – wenn der Nachbar etwas mag, ist das oft ansteckend. Und dabei entdecken die meisten, wie praktisch ein Löffel sein kann.“

Kinderkrippe Obersendling:  Essen? Kann ich selba!

Jedes Kind versucht sich seine Portion selbst aus kleinen Schälchen auf die Teller zu nehmen. Dadurch lernen sie mit Mengen umzugehen und ihren Hunger einzuschätzen. „Es ist wichtig, die Kinder aufmerksam zu beobachten“, erklärt Katharina Dittert. „denn die Signale sind sehr klar.“So schlingen manche Kinder das Essen so schnell herunter, dass sich kein Sättigungsgefühl einstellen könne.

essen obersendlingBabyspeck ist so lange kein Problem, bis die Bewegung eingeschränkt ist“, erklärt Dittert. „Aber wir sagen den Kinder klar, langsamer zu essen, genauer zu kauen und zeigen ihnen, dass immer genug da ist.“ Außerdem werden die Knirpse ermuntert kleine Portionen zu nehmen und öfter nachzufüllen. Nach ein paar Wochen erklärten die Kinder sich das bereits gegenseitig und selbst Futterneider werden genügsam. „Sie entwickeln ein Bewusstsein für Sättigung.“ Man müsse auch nicht öfters nachfragen, ob die Kinder satt seien. Selbst die ganz Jungen spielen höchstens mit dem Essen, wenn sie satt sind. Das sei dann ein Zeichen, den Teller fortzuschieben.

essen obersendling hygieneBei der Erziehung zur Esskultur steht bei der Wichtel Akademie die Autonomieerziehung im Vordergrund. „Bei uns gibt es keine fertig geschmierten Butterbrote“, so Dittert. „Die Kinder dürfen immer selbst zum Ergebnis beitragen und sind stolz auf das Ergebnis! So macht ihnen das Essen und selbst das Hände (Arme und Gesicht)- putzen zum Schluss Spaß.“