Schulhuepferprojekt Kita Garching: Geometrie

Geometrie zum Anfassen für die Schulhüpfer der Kita Garching

Schuelhuepfer Garching TU Muenchen Mathe

Geometrie, Symmetrie, Spiegelung … damit kennen sich unsere Schulhüpfer der Kita-Garching nun aus!

Zunächst beschäftigten die Kids sich mit den geometrischen Grundformen. Die Frage war: Wo finde ich geometrische Formen im Alltag? Schon im Morgenkreis fingen die Kinder mit ihren Beobachtungen an: Mit ihren Blicken durchsuchten sie den Raum. Und den ganzen Tag über ging ihre Entdeckungsreise weiter: Teller und Becher wurden als Kreise identifiziert, Memory-Karten als Quadrat und bei den Bauklötzen kam die Dreidimensionalität hinzu. Beim Spaziergang über den Campus des nahe gelegenen Max-Planck-Instituts suchten und fanden die Kinder schließlich weitere Formen: „Unser Kindergarten ist ja ein Würfel!“, riefen ein paar Mädchen begeistert.

Die Schulhüpfer werden im September 2016 einen neuen Lebensabschnitt beginnen und von unseren Kindergärten in die Schule wechseln. In verschiedenen Projekten, wie diesem Geometrie-Projekt – stärkte die Erzieherin Petra Thomas die Schulfähigkeit der Kinder.

Im nächsten Schritt widmeten sich die Kinder ihrer Abstraktionsfähigkeit: Sie spielten und bastelten mit geometrischen Formen, so dass Rechteck und Dreieck bald zu Alltagsbegriffen wurden.

geometrische Formen Kita Garching

 

Garching Schulhuepfer kubistische Formen

 

 

Sie falteten den Kreis zum Halbkreis und entdeckten selbst welche Formen sich nun wie einsetzen ließen. Die geometrischen Formen ergaben kubistische Figuren, wie Häuser, Männchen, Kugelfische oder Blumen. Dadurch, dass sie die Formen eng nebeneinander oder aufeinander nutzten, ergab sich automatisch ein Mengenverständnis.

 

 

Fühlt die Formen

Geometrische Formen ertasten Kita GarchingAls nächstes hatte die Erzieherin Petra Thomas Stecknadeln und Styropor vorbereitet. Die Kinder steckten nun mit den Nadeln Formen. Sie gaben die Form jeweils an ein anderes Kind weiter und danach hieß es: Fühl mal, was Du siehst! So probierten die Kinder mit den Fingern zu lesen und die gesteckten Formen zu erkennen. Danach wickelten die Kinder einen Wollfaden um die Form – so dass sie einfacher zu erkennen waren. Sie schärften dabei ihre Sinne und erkannten: Je differenzierter und konzentrierter sie ihre Sinne nutzen, desto mehr Information erhalten sie. Die Erzieherin unterstützte durch Materialien und Ermunterung es auszuprobieren, ihre Explorationsfreude.

Museumsbesuch: Mathematik – be-greifen

Das Basteln und Fühlen wiederholten die Kinder immer wieder an verschiedenen Tagen. Parallel hatte sich die Erzieherin an die Organisation des Abschlussausflugs des Projekts gemacht: Der Besuch der Ausstellung ix-quadratdes Zentrums für Mathematik an der TU München, eine Mitmach-Ausstellung, bei der Mathematik im wahrsten Sinne des Wortes be-greifbar ist. Hier hatten die Kinder die Möglichkeit, Mathematik zu entdecken, zu erfahren, zu begreifen und zu verstehen.

Wieder startete alles mit der Frage: Welche Formen gibt es? Die Kinder begutachteten und bestaunten alle möglichen Variationen von geometrischen Formen und entdeckten ihnen bekannte Formen wieder: „Da sind ja ganz viele Dreiecke drinnen in der Form!“

gemeotrische Formen Alltag schulhuepfer garching

Dann hatten die Kinder die Gelegenheit die Formen mit Steckkarten nachzubauen – oder mit Formen zu experimentieren:

Garching Schulhuepfer geometrische Formen stecken

Schuluepfer Garching Geometrische Formen

 

Relativität und Symmetrie

Garching Schulehuepfer Mathematikverstaendnis

Was ist Symmetrie? Und was hat das mit Formen zu tun?

Garching Kindergarten Vorschule Mathematikverstaendnis

 

Wie durch die Anordnung an einem Winkelspiegel aus einem Dreieck ein Kreis werden kann – erklärte den kleinen Besuchern ein Student der Mathematik.

 

Kita Garching TU Muenchen Mathematik Kindergarten

 

Er führte auch durch den Rest der Ausstellung und ließ sie selbst entdecken, in Frage stellen und herausfinden.

 

 

Schulhuepfer Garching Mathe Haus von Escher

 

Was hat es zum Beispiel mit diesem Lego-Bauwerk. auf sich?

Die meisten kleinen Museums-besucher begeistern sich für Lego, doch ein Bauwerk, wie das von Professor Dr. Dr. Jürgen Richter-Gebert zusammengesteckte Modell der Relativität von M.C. Escher hatten sie noch nie gesehen. Wobei die Kinder dem Gedanken „das unmögliche nachbauen“ fast leichter folgen konnten als ihre erwachsenen Begleiter.

 Highlights und Geschenk

 

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Am meisten begeistert hat die Kinder zum einen die rechnende Murmelbahn (dank Anordnung der der Kippelemente und Konstruktion entsteht eine feste Verteilung der Murmeln, die immer gleich bleibt – egal, wie oft man spielt).

TU Mathe fuer Schulhuepfer

 

Ein anderes Highlight war das Stift-Muster – dessen rechteckiger Rahmen runde Formen ergab – jedes der 11 Kinder erhielt eine Kopie des Musters und nahm so eine geometrische Form mit nach Hause. Wobei die Kinder im Laufe der Zeit – und natürlich auch durch den Museumsbesuch ein so großes Bewusstsein für geometrische Formen entwickelt hatten, dass sie im Alltag von nun an immer wieder ausriefen: „Mein Joghurt ist ein Quadrat oder meine Mütze ein Halbkreis!“