Kinderkrippe Sendling Baelle sortieren

Kinderkrippe Sendling: mathematische Kompetenz

Beim Ordnen bildet sich bei Kinderkrippenkindern mathematische Kompetenz

Oh Baby Bälle-Bälle

sendling baelle sortieren Wir gehen in der Wichtel Akademie davon aus, dass jedes Kind als „kompetenter Säugling“ zur Welt kommt. Was ihnen jedoch fehlt, ist die Erfahrung. Darum zielen unsere pädagogischen Projekte darauf ab, Erfahrungen zu ermöglichen und das vorhandene Wissen zu verknüpfen und zu vernetzen. So, dass neue Lernerfahrungen auf bereits gespeicherte und verarbeitete aufbauen. Bewerbung soll in diesem Alter unbedingt Teil der Übung sein. In der Kinderkrippe in Sendling interessierten sich die Kinder für Farben – beim Bälle-Sortieren, verknüpften sie diese Interessen miteinander.

Jenny Lebek, Erzieherin und stellvertretende Leitung des Standorts Sendling sagt: „Ich wollte in Schritt eins erreichen, dass die Kinder Farben kennenlernen und ähnliche Farben unterscheiden können.“ Dafür wurden zunächst die Älteren von den Jüngeren getrennt. Dann schüttete die Erzieherin alle Bälle des Bällebads in eine Kiste und stellten drei leere Kisten auf.

Die Krippenkinder soriterten länger als eine halbe Stunde sehr konzentriert die Bälle auseinander und lernten, miteinander zu arbeiten und jedem seinen Platz zu geben. Jenny Lebek erklärt: „Sie schulten dabei ihre soziale Kompetenz, indem sie abwarteten und im Dialog waren. Maxi rief sogar – ’nein Melanie, das ist nicht richtig, der gehört dahin‘ und korrigierte einige Bälle.“ Durch Bewegung und altersspezifisch angepasste Spieleinheiten wird die Aufmerksamkeit und konzentrationsfähigkeit der Kinder angebahnt. Das Ergebnis ist in den durchsichtigen Boxen offensichtlich und es freut die Kinder, wenn sie die sortierten Bälle als Ergebnis ihrer Arbeit sehen können.

Durch das Sortieren und Anfassen prägt sich die Form des Balls ein. Die neue Ansicht der Bälle in neuen Gefäßen bekommen die Kinder ein Verständnis von Menge. Und durch die Dauer des Sortierens entwickeln sie ein Verständnis von Zeit und Aufwand.

Nach der Sortier-Übung und dem langen Sitzen gingen die Erzieherinnen zu einer körperlichen Übung über. Die Kinderkrippenkinder warfen die Bälle durch einen Hula-Hoop-Reifen und hüpften hinterher. „Wir wollten, dass die Kinder sich bewegen und Hände und Beine koordinieren. So dass ein anderen Bereich ihres Hirns angeregt wird und neue Energie gewinnen“, sagt Jenny Lebek. Konstantin, Maxi und Melanie waren sehr zufrieden mit der neuen Verwendung der Bälle – obwohl das Bällebad auch immer noch Spaß macht.