Wir, die Wichtel Akademie sind ein dynamisches Unternehmen und fördern die Weiterbildung, Fortbildung und Entwicklung aller Mitarbeiter. An erster Stelle steht die Weitergabe der Werte der Wichtel Akademie: Flache Hierarchien, Offenheit, Fragen stellen und eine positive Fehlerkultur. Wir wollen alle päragogischen Mitarbeiter/innen auf den aktuellen Stand der Pädagogik bringen, Erlerntes auffrischen und uns gemeinsam weiterentwickeln.

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Lilo Baumann, Leiterin Personalentwicklung

Wir stellen vor … Lilo Baumann, Pädagogische Trainerin

baumann_liloDie anerkannte Branchenexpertin Lilo Baumann ist seit 2014 bei der Wichtel Akademie München GmbH. Dort entwickelte sie zunächst gemeinsam mit den MitarbeiterInnen aus den Inhalten bisheriger Fortbildungen fachliche Standards. Aktuell manifestiert sie diese im Schulungskonzept der Wichtel Akademie. Ergänzend zu ihrer Schulungstätigkeit unterstützt sie den Bereich Marketing und HR bei der Wichtel Akademie mit ihrem fachlichen Know-how.

Die Sozialpädagogin und Trainerin hatte selbst zehn Jahre lang die Betriebsleitung von 21 Kitas im Paritätischen Wohlfahrtsverband inne. Beim Bayerischen Sozialministerium war sie an der Entwicklung und Durchführung von Qualitätskampagnen für ErzierherInnen und LehrerInnen an Fachakademien beteiligt. Von 2009 bis 2013 baute sie die Fachakademie GGSD in München auf. Zusätzlich spezialisierte sie sich im Laufe ihrer Karriere auf das Training fachspezifischer Krippenpädagogik. Sie sagt: „Diese Mischung aus operativer und lehrender Erfahrung zunächst als Pädagogin, dann als Trainerin sowie meine Führungs- und Managementtätigkeit kommen mir in meinem Beruf heute zugute.“

Diese Besonderheit brachte sie zur Wichtel Akademie: „Die Wichtel Akademie investiert konstant in die Qualität der pädagogischen Arbeit und verfolgt eine moderne, kindzentrierte Pädagogik, kombiniert mit einer konsequenten Erziehungspartnerschaft mit den Eltern. Das war stets auch mein eigener Anspruch“, so Lilo Baumann. Ihr Ziel ist, dass alle pädagogischen MitarbeiterInnen bei dieser Arbeit eine professionelle Haltung einnehmen.  „Ich sehe meine Aufgabe darin, die KollegInnen dafür zu ermuntern und zu begeistern, dass sie sich als Profis fühlen. Die Verbindung aus Fachwissen und persönlichem Selbstbewusstsein soll sie darin bestärken, dass sie ihr Handeln stets begründen und kommunizieren können.“ Nur so sei die von der Wichtel Akademie und ihr gewünschte partnerschaftliche Haltung gegenüber Eltern möglich.

 

 

 

 

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Weiterbildung Kinderkrippe München: Entwicklungspsychologie in der Krippe

Inhouse Seminar zur Entwicklungspsychologie in der Krippe

Die Weiterbildung, Fortbildung und Entwicklung aller ErzieherInnen und pädagogischen MitarbeiterInnen der Wichtel Akademie liegt uns sehr am Herzen. Daher finden inhouse regelmäßig Seminare zu verschiedenen pädagogischen Themen statt – mit MitarbeiterInnen aus allen Standorten. Ziel ist es, alle auf den aktuellen Stand der Pädagogik zu bringen, Erlerntes aufzufrischen und uns gemeinsam weiterzuentwickeln. Lilo Baumann, Leiterin der birgit Kruse Krippe SendlingPersonalentwicklung der Wichtel Akademie hält und gestaltet die inhouse Seminare. Bisher stattgefunden haben „Bedürfnisse von Kleinstkindern“, „Bildung in der Kinderkrippe?“, „Bewegungsentwicklung und Mobilität“ sowie „Entwicklungsaufgaben zwischen 0 und drei Jahren“. Im Letzterwähnten dreht es sich vor allem um neue Erkenntnisse der Hirnforschung und der Entwicklungspsychologie und wie sich diese in der Kinderkrippe umsetzten lassen.

Birgit Kruse, Erzieherin in der Kinderkrippe Sendling nahm an dieser Weiterbildung zur Entwicklungspsychologie teil und sagt: „Mich hat davor besonders die Frage beschäftigt, wie die Kinder sich ihre Lernziele selbst setzen und das Lerntempo sowie die Häufigkeit der Tätigkeit selbst bestimmen und somit ein multisensorisches Lernangebot erhalten.“ Sie testete das Erlernte anschließend in der Praxis. Doch dazu später mehr …

Spielformen von Krippenkindern

Lilo Baumann erklärte zunächst, wie wichtig die Umgebung ist, damit ein Kind sich optimal entwickeln kann. Sie bezieht sich damit auf Maria Montessori mit der Frage: „Wie kann man dem Kind eine Umgebung schaffen, die seiner Entwicklung förderlich ist? In dieser Umgebung kann es sich frei entwickeln und selbständig werden.“ Die ErzieherInnen bereiten den Raum für die Kinder vor und stellen die notwendigen Materialien zur Verfügung, so dass die Kinder zu Spielen animiert werden, die sie in ihrer Entwicklung unterstützen. Diese sollen dann typische Spielformen der Krippenkinder, wie Wahrnehmen und Experimentieren herausfordern. Aus dieser Spielform entwickelt sich später unter anderem die Graphomotorik, also die Fähigkeit mit Händen und Fingern einen Stift oder Ähnliches zu führen. Eine Grundvoraussetzung der Graphomotorik ist Kraftdosierung und Augen-Hand-Koordination.

Zur Aufgabe der Erzieherin kommt zur Bereitstellung der Materialien nun die Beobachtung und Dokumentation hinzu. Hilfestellung erfolgt nur, wo es vom Kind gewünscht wird. Birgit Kruse griff sich im Nachgang an das Seminar gleich die erste besprochene Spielform heraus: „Da unser Monatsthema ‚Mit allen Sinnen‘ gerade ganz intensiv von den Kindern gelebt wird, passte die Spielform Wahrnehmen, Bewegen und Experimentieren genau. Gemeinsam mit den Kindern haben wir beschlossen, zu kneten. Aber die herkömmliche Knete war für die Kinder wenig interessant. Ich schlug vor, dass wir uns unsere eigene Knete herstellen.“

Spielbegleitung der ErzieherInnen

Lilo Baumann hatte den Erzieherinnen im Seminar zuvor einige Rezepte an die Hand gegeben, wie sie Knete im Nu selbst herstellen können. Die Krippenkinder der Libellengruppe in Sendling machten sich auf den Weg in den Supermarkt und kauften selbst Mehl, Salz und Öl und Weinstein ein. Durch diese Aktion stärkte Brigit Kruse das Selbstbewusstsein der Krippenkinder und förderte die Autonomieentwicklung. Wieder in der Krippe bereiteten die pädagogischen Mitarbeiterinnen den Tisch vor, holten Schüsseln, Löffel und Messbecher aus der Küche und legten los. Nacheinander gaben die Kinder die Zutaten in eine große Schale und schulten so die sozialen Beziehungen, denn sie einigten sich zuvor, wer anfangen durfte, und zu warten bis der andere fertig ist, um dann gemeinsamein tolles Ergebnis zu erzielen.

Als die Knete die nötige Konsistenz erreicht hatte, teilten sie gemeinsam die Masse so auf, dass jedes Kind einen Teil bekam. Birgit Kruse erzählt: „Die Kinder reagierten ganz verschieden. Die Kleinsten patschten und matschten altersgemäß und die Älteren kommentieren und erzählten was sie gerade machten. Wir haben bewusst weder Formen noch Abläufe vorgegeben, um den Spielfluss und die Phantasie der Kinder nicht zu unterbrechen.“ Gleichzeitig nehmen die Kinder wahr, wie sich Knete anfühlt und wie sie schmeckt. „Wir saßen einfach dabei und haben lediglich ihr Hantieren kommentiert. Hier habe ich nachgefragt, ob es kalt oder warm ist, süß oder salzig, um auch ihre Sprachentwicklung zu fördern“, berichtet Kruse. An den folgenden Tagen bot die Erzieherin dann verschiedene Materialien zusätzlich an: Lebensmittelfarben, Glitterpulver, Bohnen, Erbsen, Linsen und Mais – in die Knete gedrückt ergaben sich so Brote, Pizza, Autos und vieles mehr. Damit folgten die Krippenkinder ihren Interessen und verbanden diese mit den Materialien. und entwickelten ihre ganz eigenen Kreationen. Durch das Kneten wurde ganz intensiv die Kraftdosierung der Kinder geschult.

Birgit Kruse ist von der praktischen Umsetzung begeistert: „Die häufige Wiederholung ergab immer neue Ideen. Die Kinder haben sich das Material selbst erschlossen und es mit allen Sinnen wahrgenommen, sie konnten ihr Lerntempo selbst bestimmen und hatten positive Erfahrungen. Schön, dass das so wunderbar geklappt hat.“ Das freut auch Lilo Baumann, die sich im nächsten Seminar gezielt dem Thema „Altersgemäße Konfliktlösung zwischen Kinder“ widmen wird.