Lernmethodische Kompetenzen

Lernen, wie man lernt

Lernmethodische Kompetenz bildet den Grundstein für schulisches und lebenslanges selbstgesteuertes Lernen. Es geht darum, zu lernen, wie man lernt. Um Wissen später anwenden und auf neue Situationen übertragen zu können, kommt es nicht nur auf die Inhalte an, sondern vor allem darauf, wie dieses Wissen erworben wurde. Kinder profitieren davon, früh verschiedene Lernwege kennenzulernen und auszuprobieren.

In der Praxis heißt das, den Kindern unterschiedliche Herangehensweisen an Aufgaben zu zeigen und diese mit ihnen gemeinsam zu erarbeiten. Das Arbeiten in Projekten oder das Beleuchten eines Themas von mehreren Seiten sind hierfür gut geeignet, weil Kinder dabei aktiv Erfahrungen sammeln. So lernen sie z.B. beim Experimentieren, durch Ausprobieren und Beobachtung eigenständig Erkenntnisse zu gewinnen. Auch lernen sie, bei einem Thema dranzubleiben und Schritt für Schritt vorzugehen – wichtige Fähigkeiten für den späteren Schulalltag.

Konkret können lernmethodische Kompetenzen im Kita-Alltag folgendermaßen gefördert werden:

  • Eigene Lösungen finden lassen: Erzieher:innen ermutigen die Kinder, selbstständig Antworten und Lösungswege zu entdecken, anstatt sofort die Lösung vorzugeben. Das fördert Kreativität und Problemlösefähigkeit.
  • Vielfältige Lernmethoden anbieten: Durch Experimentieren, Rollenspiele, Geschichten, Bewegungsangebote usw. erfahren Kinder, dass es viele Wege gibt, etwas zu lernen. Jedes Kind kann so seinen bevorzugten Lernstil entdecken.
  • Reflexion anregen: Im Gespräch mit den Kindern wird besprochen, wie sie zu einer Lösung gekommen sind. Dadurch entwickeln sie ein Verständnis für den eigenen Lernprozess und lernen, ihr Vorgehen bei zukünftigen Aufgaben zu verbessern.

Auf diese Weise entwickeln Kinder nach und nach effektive Lernstrategien und erfahren, dass Lernen Freude machen kann. Dies stärkt ihre Motivation und die Fähigkeit, sich neue Inhalte auch später in der Schule oder im Leben eigenständig anzueignen.